Infoveranstaltung des Fördervereins PDF E-Mail

Am Freitag, dem 05.02.10, fand in Winnenden die erste große Mitgliederversammlung des
Fördervereins Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden e. V. statt.

Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Tobias Sellmaier erläuterte Hardy Schober und Gisela Mayer die Arbeit der Stiftung gegen Gewalt an Schulen.
Kurzfristige Ziele sind weiterhin, den Zugang zu Waffen zu erschweren und deren Aufbewahrung zu sichern, sowie einen zuverlässigen Jugendschutz bei gewaltrelevanten Computerspielen durchzusetzen. Gesellschaftsverändernd möchte die Stiftung langfristig wirken, vor allem durch die Arbeit mit Jugendlichen (Wie kann man Konflikte anders als mit Gewalt bewältigen?) und die Lehrerfortbildung, denn Lehrer sind nicht als Präventionsspezialisten ausgebildet. Auch die Hotline für Ratsuchende bleibt ein wichtiges Ziel.
Zusammen mit dem Kreisjugendring wird am 5. und 6. März das Projekt „Lebenslinien“ auf den Weg gebracht, das die langfristige Wertevermittlung zum Ziel hat. Wichtig sind auch die Kontakte zu Erfurt, Emsdetten und anderen Städten, in denen Amokläufe stattgefunden haben.
Auch der neu gewählte und baldige Winnender Oberbürgermeister Harmut Holzwarth war der Einladung des Vorstandes gefolgt und machte sein Versprechen, das er vor der Wahl bei einem Besuch im Büro des Aktionsbündnisses gab, eng mit dem Bündnis und dessen Förderverein zusammen zu arbeiten, war. Er steht für eine Kultur des Miteinanders. Herr Holzwarth zeigte sich beeindruckt vom Engagement und Zusammenhalt der Vereinsmitglieder und der betroffenen Eltern.
Der Förderverein unterstützt die Stiftung finanziell. Da das Hallenfußballturnier vom Januar in nur zwei Tagen überbucht war, wird es auch ein Sommerturnier mit Betriebs- und Schulmannschaften geben. Der Verein wird mit einem Stand beim ökumenischen Kirchentag in München und wie 2009 beim Stuttgartlauf vertreten sein. Außerdem freuen sich die Mitglieder über Aktionen wie „Wir stylen – Sie spenden“ in den Filialen der Firma Scholz Haare am 18. April und den Auftritt von Juli Pfarr und Band am 13. März in Berglen-Steinach.
Nach dem Ausblick hatten alle Interessierten die Möglichkeit, ausführlich Fragen zur Arbeit des Vereins und der Stiftung zu stellen. Die Ziele sind ehrgeizig, zu ihrer Umsetzung werden viele Helfer gebraucht. Wer gerne mitarbeiten möchte, ist herzlich willkommen.