| 5000 Euro für Verletzte |
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Bericht des Zeitungverlages Waiblingen
Damit sie sich zu Weihnachten Wünsche erfüllen können: Das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden gibt die Spende einer älteren Dame in Höhe von 5000 Euro an die beim Amoklauf Verletzten weiter. In der Bildmitte (von links): Für das Aktionsbündnis Doris Kleisch sowie Gerd und Gisela Mayer; links und rechts: Zwei der beim Amoklauf vom 11. März verletzten Schülerinnen. Bild: Habermann
Winnenden (ngr). Eine 84-jährige Wohltäterin möchte den Opfern des Amoklaufs vom 11. März etwas Gutes tun. Sie hat dem Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden 5000 Euro als „Weihnachtsgeschenk“ für die an jenem Schreckenstag in der Albertville-Realschule in Winnenden Verletzten übergeben. Es ist eine tolle Geste einer ehrenwerten älteren Dame, die Hardy Schober und Gisela Mayer vom Aktionsbündnis Ende September bei einer Tagung der Evangelischen Akademie in Bad Boll zu den Konsequenzen aus dem Amoklauf kennengelernt haben. „Wenn man jung ist, hat man noch tausend Wünsche. Und um sich die zu verwirklichen, braucht man auch Geld“, sagte Gisela Mayer zu den beim Amoklauf Verletzten am Dienstagabend bei einer kleinen Tischrunde mit Lebkuchen und Tee in den Räumen des Aktionsbündnisses in Winnenden. „Dieses kleine Weihnachtsgeschenk soll euch einfach gut tun. Es soll auch ein Zeichen sein, dass wir an euch denken. Ihr sollt immer wissen, dass wir da sind für euch.“ Mayer versprach den anwesenden Schülerinnen und Schülern, dass die Räume in der Wallstraße 28 stets offen für sie stünden: als Rückzugsort und Anlaufpunkt, für ein Treffen, für die Mittagspause oder auch für eine Spielerunde. „Auch wenn ihr jetzt im Vorbereitungsstress für die im April anstehenden Abschlussprüfungen Hilfe braucht, könnt ihr euch jederzeit melden.“ Dem Aktionsbündnis hätten sich ehrenamtliche Lernbegleiter angeboten, auf die die Jugendlichen zurückgreifen könnten. Drei der beim Amoklauf in der Albertville-Realschule Verletzten, zwei Schüler und die Lehrerin Marie-Luise Braun, gaben ihren Anteil an den 5000 Euro sogleich als Spende ans Aktionsbündnis zurück. Braun später im Gespräch mit dieser Zeitung: „Wir müssen froh sein, dass wir am 11. März davongekommen sind. Aber ich sehe auch heute noch jeden Tag das Leid der Kinder, die verletzt wurden, und wie schwer es für sie ist, in den Alltag zurückzufinden. Ich hoffe, dass wir alle im kommenden Jahr wieder fröhlicher in die Zukunft schauen können.“
Der Bericht erschien in der Ausgabe des Zeitungsverlages Waiblingen am 24. Dezember 2009
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