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Schießen ist meine Leidenschaft |
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Sendung der ARD vom 9. August 2009 ansehen
Die komplette Sendung in der ARD Mediathek ansehen  Zusammenfassung des Films: 'Wir gelten schon fast als potenzielle Mörder', sagt Hans Schimko, Schütze aus Leidenschaft. Seit dem Amoklauf von Winnenden muss sich Schimko unangenehme Fragen gefallen lassen: Ist eine Schusswaffe wirklich ein Sportgerät? Warum darf er mit seinem Waffenschein eine Neunmillimeter-Beretta besitzen, wie der Amokläufer sie verwendet hat? Sie taugt nicht als Sportwaffe, der Besitz ist für Sportschützen dennoch legal. Hans Schimko ist 'Erster Schützenmeister' seines Vereins - und Küster der katholischen Kirchengemeinde St. Andreas - ganz in der Nachbarschaft von Winnenden. Seit dem Amoklauf fühlen sich die Schützen unter schärfster Beobachtung.
In den Dörfern rund um den Tatort Winnenden ist die Stimmung besonders angespannt, denn hier melden sich die Eltern der ermordeten Kinder deutlich zu Wort.
Nicole Nalepa wurde nur 16 Jahre alt. Ihre Mutter Barbara hat sich mit anderen Eltern von Opfern zum 'Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden' zusammengeschlossen. Sie stellen nach dem Mord an ihren Kindern klare Forderungen: Verbot von Killerspielen, keine Aufbewahrung von Waffen in Privathaushalten, kein Schießtraining für Kinder und Jugendliche. Damit ecken sie bei Schützen heftig an.
Unter Hans Schimkos Verantwortung werden im Schützenverein Endersbach-Strümpflbach zweimal wöchentlich auch Kinder ab zwölf Jahren an der Waffe trainiert. Doch wozu müssen Kinder mit Waffen umgehen können? Solche Bemerkungen bekommt Hans Schimko jetzt sogar sonntags beim Kirchenbesuch zu hören. In der Gemeinde wird er inzwischen gefragt, wann er denn seine Gewehre abgeben wolle. Die meisten Schützen möchten am liebsten zum gewohnten Leben zurückkehren, doch die Eltern der Amokopfer geben keine Ruhe. 'Wir haben ja lebenslänglich!' sagt Barbara Nalepa mit dem Gedanken an ihre Tochter. Die Spannungen wachsen genauso wie der Druck auf die Schützen. Quelle: tvinfo.de |